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Das Wesentliche aus jeder Perspektive

SeeTec in Bruchsal bietet weltweit Lösungen für Kameraüberwachung


Wo viele Kameras viele Informationen verarbeiten - wie hier im Bruchsaler Gefängnis – ist eine intelligente Software unverzichtbar. Die Bruchsaler Firma SeeTec ist in diesem Bereich weltweit erfolgreich

Bruchsal (cah). Videoüberwachung ist einfach: Kamera aufbauen, Monitor anschließen – fertig. Wirklich? Wer sich an SeeTec wendet, hat weit größere Pläne. Dabei stellt die Firma weder Kameras noch Bildschirme her, sondern das zentrale Element dazwischen: Die Software. „Wegen 20 Kameras kommt keiner zu uns“, sagt SeeTec-Geschäftsführer Andreas Beerbaum selbstbewusst. Verkehrsbetriebe, Großstadtbahnhöfe und Gefängnisse wie beispielsweise auch die JVA Bruchsal greifen gerne auf Lösungen aus der Barockstadt zurück. Um die Dimensionen zu verdeutlichen:

In Kuala Lumpur wurde aus dem Nichts ein Nahverkehr aufgezogen, jede der drei Linien hat mehr als 2000 Kameras – mit dem gleichen System in Zügen wie Stationen. In gewachsenen Strukturen wie den Münchner Verkehrsbetrieben sind dagegen neben digitalen Modellen auch noch analoge Kameras im Einsatz, deren Daten erst konvertiert werden müssen. Für SeeTec keine Problem, höchstens eine Herausforderung. Hier und dort sind jedoch intelligente Verknüpfungen gefordert, um auf den Bildern auch das Wesentliche zu erkennen. „Die Zeiten, in denen alle Kameras gleichzeitig auf Monitoren in einem Überwachungsraum gezeigt werden, sind vorbei“, sagt Marketing-Direktor Andreas Conrad.


Die SeeTec Geschäftsführer Stephan Rasp und Andreas Beerbaum


So ist im Sicherheitsbereich die Vernetzung mit anderen Systemen zwingend erforderlich – etwa wenn ein Sensor meldet, dass eine Tür schon längere Zeit offen steht, sollte umgehend das Kamerabild in einem Alarmfenster erscheinen. Auch über die Gebäudesicherheit hinaus hat SeeTec neue Geschäftsfelder erschlossen, etwa in der Logistik. Hier werden Prozesse unterstützt und Informationen aus anderen Systemen einbezogen. So dokumentieren in einem Paketzentrum Scan-Daten den Weg eines Pakets über die Förderbandstraßen, sie verraten jedoch nichts über seinen Zustand oder über die korrekte Verladung. Hier kommt Videotechnik ins Spiel: Beschädigungen und Verluste können auf Basis von Bildaufzeichnungen erfasst und schnell aufgeklärt werden.


Gemeinsam erarbeiten die Software-Entwickler für alle Kamera-Modelle innovative Lösungen.

Als SeeTec gegründet wurde, begann gerade der Wechsel von der analogen zur digitalen Videotechnik. Heute arbeiten über 100 Mitarbeiter an digitalen Innovationen und Verbesserungen. Die internationalen Niederlassungen sind keine Selbstverständlichkeit und setzen eine gewisse Aktivität voraus. „Auf uns wartet in den Ländern keiner, wir müssen zeigen, was wir können und auf potentielle Kunden selbst zugehen“, sagt Beerbaum. Die meisten Mitarbeiter sind im Bruchsaler Hauptsitz im TRIWO Technopark Bruchsal tätig, doch auch hier wird der aktuelle Platz allmählich eng, die Expansion geht weiter in Nachbargebäuden.

Die Nähe zur Universitätsstadt Karlsruhe sollte Vorteile bringen bei Neueinstellungen – aber in der technologisch vitalen Region muss man möglichen Bewerbern einiges bieten. Die Nähe zum Bahnhof, regelmäßig gefüllte Obstschalen, freie Getränke und außerdienstliche Aktivitäten wie Spieleabende oder Kinonächte halten das Betriebsklima aufrecht. Und um das zu erkennen braucht es weder Kamera noch Software – diese kommen nur beim Kunden zum Einsatz.

Info
SeeTec wurde 1996 von Dirk Brand, Ulrich Heißler und Rolf Senger als Errichterbetrieb für Sicherheitstechnik in Waghäusel gegründet. 2001 erfolgte der Umzug nach Philippsburg in das alte Schulgebäude, 2014 schließlich in den TRIWO Technopark Bruchsal in Bruchsal. Auf die erste Niederlassung in der Schweiz (2003) folgten weitere in Österreich (2006), Frankreich (2008), Schweden (2009), in der Türkei (2011), Großbritannien (2012), Spanien (2017) und in Italien (2018). Mit der Unterstützung von Geschäftsprozessen mittels Videotechnik etablierte SeeTec eine zweite Produktlinie jenseits der Sicherheitsbranche. Derzeit hat die Firma über 100 Mitarbeiter, Tendenz steigend.


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