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Wirtschaftstag Brasilien vom 22. Mai 2014 in Bruchsal


Knapp 30 Teilnehmer informierten sich beim Wirtschaftstag Brasilien. Florian Steinmeyer (stehend) von der bundeseigenen Agentur Germany Trade & Invest gab einen Überblick über die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Brasilien.


Hohen Besuch konnten Oberbürgermeisterin Petzold-Schick (3. von links), Gastgeber Roland Schäfer von der Volksbank Bruchsal-Bretten (2. v. l.) und WFG-Geschäftsführer Stefan Huber (6. v. l.) begrüßen: Jürgen Oswald, Geschäftsführer von Baden-Württemberg International (1. v. l.), Wolfgang Grenke, Präsident der IHK Karlsruhe (4. v. l.) sowie Robert W. Huber, Vorsitzender des IHK-Außenwirtschaftsausschusses (5. v. l.).

 

Möge die WM beginnen: "Die Stadien sind alle fertig. Der ganze Rest aber noch nicht" - mit diesen Worten eröffnete Florian Steinmeyer von der bundeseigenen Außenwirtschaftsgesellschaft Germany Trade & Invest, seinen Impulsvortrag beim Wirtschaftstag Brasilien der Regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal GmbH (WFG). Was die Gäste aus aller Welt in endlosen Staus und Funklöchern vermutlich als Zumutung erleben werden, eröffnet deutschen Unternehmen in der "Nachspielzeit" immense Chancen: Ein erheblicher Teil der für die WM geplanten Infrastrukturprojekte - Flughäfen, Straßen, Schienenwege und Kommunikationsnetze - wird erst in einigen Jahren realisiert. Brasilien floriert derzeit bei Weitem nicht mehr so stark wie noch vor Jahren. "Die Stimmung ist nicht wirklich schlecht, aber die Euphorie hat sich gelegt", so Steinmeyer.

Der Wirtschaftstag Brasilien zeigte kleinen und mittleren Unternehmen Chancen, Stolpersteine und Partner bei der Markterschließung auf. Rund 30 Vertreter aus Unternehmen und Institutionen nahmen teil. Die Gemeinschaftsveranstaltung von WFG sowie Baden-Württemberg International und IHK Karlsruhe fand in den Räumen der Volksbank Bruchsal-Bretten in Bruchsal statt. Sie bot einen umfassenden Marktüberblick, Praxisbeispiele von Unternehmen und einen intensiven Erfahrungsaustausch. "Um Brasilien kommt man als Unternehmer nicht herum - oder man muss erklären warum", so WFG-Geschäftsführer Stefan Huber, der die Veranstaltung moderierte.

Hohen Besuch aus Baden-Baden konnte Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick als Aufsichtsratsvorsitzende der WFG begrüßen. Wolfgang Grenke nahm zum ersten Mal als Präsident der IHK Karlsruhe an einer Veranstaltung in Bruchsal teil und steuerte eigene Brasilienerfahrungen bei. Als Vorstandsvorsitzender der Grenkeleasing eröffnete er 2012 die erste außereuropäische Niederlassung seines Unternehmens in Brasilien. Entscheidend für den Erfolg sei der Aufbau intensiver persönlicher Beziehungen zu den Verhandlungspartnern vor Ort.

Bürgermeister a.D. Egon Klefenz wies als Präsident der Badisch-Südbrasilianischen Gesellschaft e.V. auf die besonderen Beziehungen der Wirtschaftsregion Bruchsal mit Südbrasilien hin. Dort leben zahlreiche Nachfahren badischer Auswanderer, was wichtige Fühlungsvorteile mit sich bringe. Als Honorarvertreter des Bundesstaates Santa Catarina hat Klefenz in den vergangenen Jahren zahlreiche wirtschaftliche Kooperationsprojekte initiiert und begleitet.

Ein weiteres Praxisbeispiel für einen erfolgreichen Markteintritt lieferte Alexander Berges von John Deere. Er bescheinigte Brasilien zwar erhebliche Hausaufgaben im Bereich Infrastruktur, lobte aber die Kreativität und Lernwilligkeit. Berges drehte die Frage zögernder Investoren um: "Können sich Unternehmen das Risiko leisten, nicht nach Brasilien zu gehen?" Ähnlich wie am Standort Bruchsal setze John Deere auch in Brasilien auf das Erfolgsrezept, einen möglichst großen Teil der Wertschöpfung dezentral vor Ort zu generieren.

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